Standing Ovations für „Jazz hat’s“

Musik und Poesie am Krankenhaus Eichhof begeistert Publikum.

Der A-cappella-Chor „Jazz hat’s“ mit den KiK-Vertretern (von rechts) Kathrin Kleine, Marika Heiß und Herbert Krauß.

Feinsten A-cappella-Gesang boten die Sängerinnen und Sänger von „Jazz hat’s“ am vergangenen Mittwoch im Krankenhaus Eichhof in Lauterbach. Die Arbeitsgruppe „Kultur im Krankenhaus“ (KiK) hatte mit dem virtuos besetzten Ensemble unter Leitung von Sabine Dietrich ein Konzert der Extraklasse nicht nur für Patienten und Besucher des Krankenhauses organisiert, sondern durfte sich auch über viele externe Musikliebhaber im voll besetzten Atrium freuen.

Der Vorsitzende von KiK Herbert Krauß begrüßte die Gäste und stellte den Chor vor. Krauß dankte dem Leitungsgremium am Krankenhaus Eichhof für die Unterstützung der verschiedenen Projekte von „Kultur im Krankenhaus“ und dem Organisationsteam um Pflegedirektorin Kathrin Kleine und Öffentlichkeitsreferentin Marika Heiß für die Ausrichtung der Veranstaltungen. In einer kurzen Erklärung verwies er darauf, welche Bedeutung Kultur für eine schnellere Genesung, Mut, Lebenswillen und Hoffnung nicht nur für die Patienten habe. „Musik und Kunst, Literatur sowie Philosophie können Heilkräfte entfalten, trübe Gedanken verscheuchen, vor allem bringt es die Menschen zusammen“, warb der Vorsitzende dafür, das Angebot im Krankenhaus mit seiner Vielfalt zu nutzen.

Das Ensemble „Jazz hat’s“ war ins Krankenhaus Eichhof gekommen und stellte seine Stimmgewalt in einem knapp einstündigen Programm unter der Leitung von Sabine Dietrich vor. Moderne Songs wie „Viva la vida“ von Coldplay wechselten sich ab mit außergewöhnlichem A-cappella-Gesang zu „Fantasy“ von Earth, Wind and Fire oder der Interpretation eines Songs von Queen. Spätestens mit ihrer ganz persönlichen Version von „Music“ von John Miles hatten die Sänger das Auditorium in ihren Bann gezogen. Textsichere Zuhörer sangen leise mit, andere gaben sich einfach dem Rhythmus der Musik hin.

Gefühlvolle Soli und voluminöser Gesang aller Chormitglieder boten dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm dar, das immer wieder mit kurzweiligen lyrischen Beiträgen unterlegt war. Die Geschichte der Andromeda aus der griechischen Mythologie schlug die Brücke zur gleichnamigen Musikinterpretation von den King‘s Singers. Ergreifend auch Leonard Cohens „Halleluja“, bei dem die Sänger es schafften, die eigenen Emotionen auf das Publikum zu übertragen.

Nicht enden wollender Applaus und immer wieder der Ruf nach „Zugabe“ erschallte im Atrium am Krankenhaus Eichhof, dem die 11 Interpreten gerne nachkamen. Stehende Ovationen gab es für das letzte Musikstück, bei dem der Chor die Treppe hinauf ins Erdgeschoss wandelte und von dort aus die beeindruckende Akustik nutzte, um auch die letzten Zuhörer auf den Fluren und in den Zimmern der Obergeschosse mit ihrem Gesang zu erreichen.