Qualifizierte Ausbildung als Grundlage für gute Pflege

Nachwuchskräfte der Sozialstation Eichhof vor Examensprüfung.

Freude an ihrer Arbeit und im Miteinander haben die Auszubildenden der Sozialstation Eichhof (von links) Lina Kurz, Ann Katrin Schlitt, Nicole Stelljes und (sitzend) Barbara Rausch.

Vier Pflegekräfte der Sozialstation Eichhof schließen im September ihre Ausbildung ab. Ann Katrin Schlitt (24) im Beruf der Altenpflegerin sowie Lina Kurz (36), Barbara Rausch (43) und Nicole Stelljes (27) als Altenpflegehelferinnen haben den praktischen Teil ihrer Prüfung bereits beendet und werden die Theorie zweifelsohne ebenso erfolgreich absolvieren, ist die Pflegedienstleitung des ambulanten Pflegedienstes, Serpil Memic, fest überzeugt.

„Wir haben uns die Nachwuchssicherung auf die Fahne geschrieben, um den Herausforderungen in der Pflege mit eigenen, hochqualifizierten Mitarbeitern begegnen zu können“, sagt Memic. „Wir handeln, indem wir alles dafür tun, unsere künftigen Fachkräfte selbst auszubilden und ihnen auch dann im Anschluss an das Examen die entsprechenden Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen“, so Memic weiter. Bereits frühzeitig hätten die Nachwuchskräfte das Signal erhalten, bei erfolgreicher Prüfung einer Festanstellung gewiss sein zu können. Dass eine fundierte Ausbildung bei der Sozialstation möglich ist, sei einem engen Netzwerk aus kompetenten Ausbildern zu verdanken.

Seit 2010 werden in Lauterbach und an den Standorten in Schwalmtal, Schlitz und Wartenberg erfolgreich nicht nur Berufsanfänger, sondern auch Quereinsteiger und vor allem auch Frauen, die zum Beispiel nach der Familienpause eine neue Herausforderung suchen, ausgebildet. Mittlerweile können die Verantwortlichen auf erfolgreiche Abschlüsse von 10 Altenpflegerinnen und 8 Altenpflegehelferinnen zurückblicken. Die meisten von ihnen sind dem ambulanten Pflegedienst unter dem Dach der Eichhof-Stiftung Lauterbach erhalten geblieben.

Dass dies so ist, bescheinigt den Verantwortlichen der Sozialstation ein gutes Betriebsklima. „Wir legen Wert auf Teamgeist und bemühen uns, mit hoher Flexibilität den Wünschen und Bedürfnissen unserer Mitarbeiter im Zusammenspiel zwischen Beruf und Familie entgegenzukommen, ohne dass unsere Klienten Abstriche bei der Betreuung und Versorgung machen müssen“, sieht Serpil Memic den Grund dafür, dass viele Auszubildende nach dem Examen gerne bei der Sozialstation Eichhof bleiben. „Das selbstständige Arbeiten und der Zusammenhalt unter den Kollegen wird bei uns großgeschrieben“, bestätigt auch Barbara Rausch. Genau wie Lina Kurz und Nicole Stelljes weiß sie, wovon sie spricht, da alle drei bereits vor ihrer Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich und in der einfachen Pflege des ambulanten Pflegedienstes tätig waren.

„Die Nachwuchssicherung haben wir uns zur Aufgabe gemacht und möchten als Ausbildungsbetrieb zeigen, dass wir auf die steigenden Qualitätsanforderungen der Zukunft vorbereitet sind und für qualifizierten Nachwuchs Verantwortung übernehmen“, erklärt Praxisanleiterin Jutta Schmidt. Die Ausbildungszeit sei eine anspruchsvolle Zeit, aber neben den praktischen Lern- und theoretischen Unterrichtsinhalten stünden den Azubis erfahrene Kollegen und Ausbilder zur Seite.

Neben der großen Unterstützung bei der umfassenden Berufsausbildung heben die vier Examensschülerinnen zwei wesentliche Kriterien hervor: Alle Auszubildenden sind sich einig, dass sie bei ihrer Arbeit viel Dankbarkeit und Menschlichkeit zurückbekommen, dass sie  neben den mentalen Belastungen, die ihr Beruf mit sich bringt, auch viel Freude und Spaß an der Arbeit haben“, sagen Lina Kurz, Barbara Rausch, Nicole Stelljes und Ann Katrin Schlitt übereinstimmend.

Aktuell bildet die Sozialstation Eichhof, fünf Auszubildende aus, drei Altenpflegehelferinnen und zwei Altenpflegerinnen.