Patienten sind hier gut aufgehoben

EndoProthetikZentrum Lauterbach erneut zertifiziert.

Sie sind stolz auf die Rezertifizierung des EPZs, beweist es doch schwarz auf weiß den hohen Qualitätsstandard am Krankenhaus Eichhof (von rechts): Jessica Wehner, EPZ-Leiter Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig, Dr. Matthias Pleser und Erik Erlekampf.

LAUTERBACH. Zum vierten Mal in Folge gab es eine besondere Auszeichnung für das Krankenhaus Eichhof in Lauterbach: Mit der erfolgreichen Rezertifizierung des EndoProthetikZentrums (EPZ) konnte das Team unter Leitung von Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig die Zertifizierungskommission von der hohen Qualität der Orthopädie und Unfallchirurgie am Krankenhaus Eichhof überzeugen. Das Wiederhol-Audit erfolgte erneut in Kooperation mit der unfallchirurgischen Praxis Erlekampf in Fulda.

Das Gütesiegel „EndoCert“ gibt eine Orientierung bei der Klinikwahl: Patienten können leichter erkennen, wo sie im Falle einer bevorstehenden Hüft- oder Kniegelenk-Ersatzoperation gut aufgehoben sind. Das von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik (AE) ins Leben gerufene Gütesiegel ist eine anerkannte Auszeichnung. Das international tätige Institut ClarCert hat diese Zertifizierung vorgenommen.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass das Krankenhaus und das Team die Ansprüche erfüllen. Besonders erfreulich ist es auch, dass uns die Patienten ein so hervorragendes Zeugnis für unsere Arbeit ausgestellt haben“, sagt Chefarzt Dr. Ludwig. Diese hatten in regelmäßig stattfindenden Befragungen den Ärzten, Pflegern und dem Krankenhaus eine exzellente Bewertung erteilt. Von der Terminplanung über die Aufklärung der Therapiemöglichkeiten bis hin zum Verlauf der Operation, der Pflege und Nachsorge bescheinigten die Patienten gute bis sehr gute Noten. Die Weiterempfehlungsquote liegt bei nahezu 100 Prozent. Einig waren sich auch die Fachexperten, dass das Qualitätsmanagementsystem in Lauterbach ausgezeichnet aufgestellt ist und eine große Übereinstimmung mit den vorgegebenen Normen aufweist. Wichtige Aspekte waren neben dem allgemeinen Eindruck vor allem die hervorragende personelle und technische Ausstattung, das differenzierte OP-Saal-Management sowie ein sehr gutes Qualitäts-, Notfall- und Komplikationsmanagement.

Beim EndoCert-System werden die behandelnden Ärzte, ihre Teams und das Krankenhaus selbst in all den Punkten überprüft, die für eine Operation eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenks relevant sind. Von der computergestützten, passgenauen Prothesenplanung bis hin zur Dokumentation der individuellen Therapien reicht die Spannbreite der Erhebung. „Sogar die Überprüfung der korrekten Temperatur des Medikamentenkühlschranks wurde durchgeführt“, erinnert sich Dr. Ludwig mit einem Schmunzeln.
„Ziel der Zertifizierung ist es, eine erstklassige Durchführung der Eingriffe sicherzustellen. Wesentliche Kriterien sind die interdisziplinären Behandlungspfade, die durchgehende Begleitung und ausführliche Kommunikation mit dem Patienten sowie die nachvollziehbare Überprüfung der Aus-, Fort- und Weiterbildung der beteiligten Berufsgruppen“, erklärt der verantwortliche Mediziner. Auch die regelmäßige Teilnahme des Zentrums an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen und die Mitgliedschaft im Endoprothesenregister Deutschland gehören als Qualitätsmerkmale ebenso wie die Teilnahme der Operateure an zugelassenen Fortbildungen dazu.

„Wir freuen uns sehr, dass die Zertifizierungskommission unseren eigenen Eindruck schriftlich bestätigt hat", sagt die Kommissarische Leitung des Qualitätsmanagements am Eichhof, Jessica Wehner. Verbesserungspotenziale und Hinweise, die im Audit festgehalten wurden, sind ausgewertet und in einem Aktionsplan umgesetzt worden. Die Prozesse entwickeln sich durch die jährliche Überprüfung durch die Kommission stetig fort, ein Stillstand ist ausgeschlossen.