Familienhilfe, Jugendhilfe und ambulante Betreuungen für junge Volljährige

Seit vielen Jahren beraten und betreuen die Vogelsberger Lebensräume junge, psychisch erkrankte Erwachsene und Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil im Rahmen ihrer sozialpsychiatrischen Angebote (Betreutes Wohnen, Tagesstätte, Wohnheim, Begleitetes Wohnen in Familien, Betreutes Wohnen Sucht).

Auf der Grundlage dieser langjährigen Erfahrungen machen die Vogelsberger Lebensräume ab 1. Januar 2010 spezifische Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien.

Kostenträger und Finanzierung der Leistung

Die Leistungen der Sozialpädagogischen Einzelfallhilfe für junge Menschen und der Sozialpädagogischen Familienhilfe werden auf der Grundlage des SGB VIII erbracht und durch den Träger der Jugendhilfe finanziert.

Die Leistungen des Betreuten Wohnens werden ab dem 23. Lebensjahr auf der Rechtsgrundlage des SGB XII Eingliederungshilfe (§§ 53-60) erbracht. Damit verbunden ist die Verpflichtung, sich im Rahmen der bestehenden Rechtsvorschriften (§§ 82-96) mit seinem Einkommen und Vermögen an der Finanzierung der Leistungen zu beteiligen. Eine wirtschaftliche Prüfung wird seitens des Kostenträgers durchgeführt.

Gerne beraten wir Sie bei offenen Fragen.

Grundhaltung, die unser Handeln leitet und in den beschriebenen Angeboten ihren Niederschlag bzw. ihre Umsetzung findet.

Der Leitgedanke ist, dass es jungen Menschen und Familien, deren Verhalten als „abweichend“ beobachtet wird, zur gegebenen Zeit an Handlungsalternativen bzw. Handlungsspielräumen fehlt.

Wenn wir das von uns beobachtete Verhalten als eingebunden in unterschiedliche Kontexte  betrachten, ist es möglich, dieses „abweichend“ beobachtete Verhalten als ein kontextabhängiges, sinnvolles und rationales Verhalten zu erkennen. Dies bedeutet nicht, dieses auch gut zu heißen.

Wir gehen davon aus, dass die jungen Menschen noch nicht die Chance bekommen oder ergriffen haben, sich in ihrer Einzigartigkeit zu verwirklichen und ihre eigenständigen, wertvollen Beiträge und Aufgaben in gesunder Weise in ihre wichtigen Beziehungssysteme einbringen zu können. Gleichzeitig wurden die jungen Menschen und ihre Familienangehörigen mit Erwartungen überflutet, die so, wie sie gestellt erschienen für sie, nicht erfüllbar waren.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Familien und den jungen Menschen die Chance zu bieten, ihre z. T. verborgenen Stärken und Ressourcen zu finden, wieder zu aktivieren und mit ihren bereits vorhandenen Fähigkeiten optimal kombinieren zu können. Familienhilfe und Jugendhilfe verstehen wir als systemische Hilfe zur Selbsthilfe, bei der sich jedes Familienmitglied und jeder junge Mensch als „Spezialist“ in eigener Sache verstehen soll.

Wir bieten Familien und jungen Menschen eine Beziehung an mit dem Ziel der Klärung,  Orientierung, Anleitung und Selbstreflexion.

Wir verbinden präzise Zielorientierung mit kongruenter Wertschätzung und empathischer Begleitung. Es sollen geeignete Lösungen gefunden werden, welche die jungen Menschen und Familienmitglieder in ihrer Einzigartigkeit bestärken. Sie so gut und gesund wie möglich mit ihren Beziehungssystemen verbinden und versöhnen zu können, verstehen wir als wichtige Arbeitsgrundhaltung. Dabei sind die rechtlichen Rahmenbedingungen ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, die es zu berücksichtigen gilt (so z. B. § 8a SGB VIII).

Mit diesem Verständnis unterstützen wir Familiensysteme und junge Menschen, Sinn- und Zukunftsperspektiven zu entwickeln, die ihre Gesundheit fördern und ihr Leben bereichern.

Julia Drews
Bereichsleitung

Tel.: 06641 9668-25
Mobil: 0175 6979094
eMail: j.drews(at)vb-l.de

Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin,
Systemische Therapeutin
Systemischen Kinder- und Jugendlichentherapeutin


Nicole Hüther

Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025930
eMail: n.huether(at)vb-l.de

Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin


Anke Kraft

Tel.: 06641-9668-28
Mobil: 0151 55025919
eMail: a.kraft(at)vb-l.de

Qualifikation
Dipl.-Sozialpädagogin


Benjamin Kurz

Tel.: 06641-9668-26
Mobil: 0151 55025921
eMail: b.kurz(at)vb-l.de

Qualifikation
Dipl.-Sozialpädagoge
Schemapädagoge


Stefan Lieder

Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025920
eMail: s.lieder(at)vb-l.de

Qualifikation
Diplom Pädagoge


Rebecca Muntanjohl

Tel.: 06641 9668-28
Mobil: 0151 55025926
eMail: r.muntanjohl(at)vb-l.de

Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin
Wildnispädagogin


Simone Ruppel

Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025925
eMail: s.ruppel(at)vb-l.de

Qualifikation
Sozialpädagogin B.A.
staatl. anerkannte Erzieherin


Tobias Rübbert
stellv. Leitung

Tel.: 06641 9668-25
Mobil: 0151 55025929
eMail: t.ruebbert(at)vb-l.de

Qualifikation
Dipl. Sozialarbeiter und Systemischer Familientherapeut


Nicole Spohr

Tel.: 06641 9668-28
Mobil: 0151 55025922
eMail: n.spohr(at)vb-l.de

Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin (FH)
Staatlich anerkannte Erzieherin


Antje Voit

Tel.: 06641 9668-26
Mobil: 0151 55025917
eMail: a.voit(at)vb-l.de


Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin (FH)


Stefanie Walter

Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025923
eMail: s.walter(at)vb-l.de

Qualifikation
Sozialarbeiterin B.A.
System Integrative Therapeutin
Fachwirtin für Soziale Dienste


Silke Zante

Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025924
eMail: s.zante(at)vb-l.de

Qualifikation
Sozialpädagogin B.A.
Systemische Beraterin

Einzelfallhilfe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Ziel der Betreuung ist es, die jungen Menschen und ihre Familiensysteme anhand ihrer Fähigkeiten die bestmöglichen Entwicklungschancen für ein selbstverantwortliches Leben zu ermöglichen und damit die Integration der jungen Menschen in unsere Gesellschaft zu fördern. Unsere besonderen Erfahrungen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen, die systemische Sichtweise in Bezug auf Veränderungsprozesse, Verhaltensweisen im Kontextbezug, die Arbeit mit dem sozialem Umfeld (Familie, Schule, soziale Bindungen) und unsere pädagogische Idee von sozialem Lernen in der Gruppe sind Eckpfeiler unserer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen.

Unsere Aufgaben

Grundlage ist die individuelle Zielvereinbarung und Hilfeplanung mit dem jungen Mensch.

  • Unterstützung in allen Lebensbereichen mit dem Ziel größtmöglicher Eigenständigkeit
  • Persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten stabilisieren und fördern
  • Beratung und Förderung im Bereich alltagspraktische Fertigkeiten
  • Unterstützung bei Integration in Schule, Ausbildung, Beruf
  • Beratung und Unterstützung in rechtlichen und finanziellen Fragen (Lebensunterhalt, Schulden, Reha)
  • Hilfe bei Aufnahme und Pflege von Beziehungen zu Mitmenschen
  • Hilfe bei der Bewältigung von Krisen
  • Erlernen eines angemessenen Umgangs mit der eigenen Erkrankung

Unsere Angebote

  • Intensive sozialpädagogische Einzelfallhilfe
  • Eingliederungshilfe für junge Menschen (Kinder, Jugendliche, junge Volljährige)
  • Ambulant Betreutes Wohnen für junge Volljährige

Die Leistungsgrundlage für die ambulante Betreuung ist je nach Zuständigkeit des Einzelfalls im Sozialgesetzbuch VIII oder XII zu finden. (siehe dazu § 27 SGB VIII i. V. m. §§ 30, 35 SGB VIII, §§ 35a sowie bei jungen Volljährigen i. V. m. 41 SGB VIII oder § 53 SGB XII).

Betreutes Wohnen für junge Volljährige in der Wohngemeinschaft Lauterbach

Ein Angebot für junge psychisch erkrankte Volljährige von 18 bis 27 Jahren, für die das Wohnen in einer betreuten Wohngruppe die geeignete Wohnform ist, um für sich neue Perspektiven zu entwickeln. Die Wohngruppe als familienähnliches Milieu bietet den jungen Menschen eine angstfreie, sichere Atmosphäre, in der sie sich akzeptiert fühlen, Halt, Orientierung und Anerkennung erfahren können. Die Beziehungsarbeit und das entstehende Spannungsfeld zwischen Annahme/Geborgenheit und weitestgehender Autonomie werden hierbei zum methodischen Konstrukt individueller Lernerfahrungen.

Unsere Aufgaben

Grundlage ist die individuelle Zielvereinbarung und Hilfeplanung mit dem jungen Menschen

  • Persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten stabilisieren und fördern
  • Unterstützung in allen Lebensbereichen mit dem Ziel größtmöglicher Eigenständigkeit
  • Beratung und Förderung im Bereich alltagspraktische Fertigkeiten (Kochen, Waschen, Geld einteilen, Körperpflege, Wohnraumpflege)
  • Unterstützung bei Integration in Schule, Ausbildung, Beruf
  • Unterstützung bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Beratung und Unterstützung in rechtlichen und finanziellen Fragen (Lebensunterhalt, Schulden, Reha)
  • Hilfe bei Aufnahme und Pflege von Beziehungen zu Mitmenschen
  • Hilfe bei der Bewältigung von Krisen
  • Erlernen eines angemessenen Umgangs mit der eigenen Erkrankung

Unser Angebot

  • Ambulante Betreuung nach individueller Absprache
  • Präsenszeiten in der Wohngruppe (auch an Wochenenden)
  • Rufbereitschaft rund um die Uhr
  • gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • Dauer: Nach individueller Hilfeplanung/zunächst für ein Jahr
  • Ausschlusskriterien
  • Suchtkranke und Drogenabhängige therapiebedürftige junge Erwachsene
  • Junge Volljährige mit akuter Suizidalität

Die Leistungsgrundlage für die ambulante Betreuung ist je nach Zuständigkeit des Einzelfalls im Sozialgesetzbuch VIII oder XII zu finden.
(siehe dazu § 27 SGB VIII i. V. m. §§ 30, 35 SGB VIII, §§ 35a sowie bei jungen Volljährigen i. V. m. 41 SGB VIII oder § 53 SGB XII)

Die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist ein Angebot zur Selbsthilfe für

  • Familien, Alleinerziehende, Paare oder Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern, die sich in komplexen oder krisenhaften Lebenslagen befinden,
  • Familien, in denen Familienmitglieder (Eltern oder Kinder) psychisch erkrankt sind,
  • Familien, die bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie in ihren Erziehungsaufgaben Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.

Unsere Aufgaben

Gemeinsam mit den Familien werden die gegenwärtigen persönlichen Ressourcen und Defizite erkundet sowie Grenzen, Hindernisse und störende Faktoren erfasst. Im Hilfeplan werden individuelle Ziele verschiedener Bereiche formuliert:

  • Erfüllung der Erziehungsaufgaben
  • Bewältigung von Alltagsaufgaben
  • Umgang/Lösung von Konflikten und Krisen
  • Integration in das soziale Umfeld
  • Einüben/Lernen des Umgangs mit der psychischen Störung
  • Kontakt mit Ämtern und Institutionen

Vor dem Hintergrund unserer systemisch, familientherapeutischen Sichtweise legen wir besonderes Augenmerk auf:

  • Aufbau einer arbeitsfähigen Beziehung zu allen Familienmitgliedern
  • Kennenlernen und Verstehen der Handlungsmuster der Familie
  • Entwicklung neuer Strategien der Problemlösung
  • Stärkung der Handlungskompetenz der Eltern
  • Erkundung zusätzlicher Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten im familiären Umfeld und ihre Implementierung, ggfs. Hinführung zu anderen Hilfen
  • Die Förderung der Entwicklung des Kindes
  • Dem Entgegenwirken der übermäßigen Verantwortungsübernahme durch das Kind für das erkrankte Familienmitglied
  • Die Enttabuisierung der Erkrankung des Elternteils/der Eltern/des Familienmitglieds
  • Förderung (zusätzlicher) sozialer Kontakte und Aktivitäten der Familie

Leistungsgrundlage
§ 27 SGB VIII in Verbindung mit § 31 SGB VII 

Unter Clearing und Diagnostik versteht man einen ambulanten Prozess, bei dem die aktuelle Familiensituation erschlossen wird. Hier können weitere relevante Vertrauens- oder Bezugspersonen hinzugezogen werden.Nach der Klärung der Ist-Situation und der Problemsicht der beteiligten Familienmitglieder werden Perspektiven entwickelt und Ziele für das weitere Vorgehen formuliert.

Unser Angebote

richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige und Familien

  • in akuten und komplexen Belastungssituationen
  • bei denen ein Verdacht auf gewichtige Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung vermutet wird, die durch sozialpädagogische, familientherapeutische oder ärztlich-therapeutische Intervention abgewendet werden können
  • mit Verdacht auf psychische Erkrankung oder Abhängigkeitserkrankung

Unsere Aufgaben

Die Klärung der Ist-Situation beinhaltet:

  • systematisches Erkunden der gegenwärtigen Ressourcen und Defizite der Familie
  • Gespräche mit einzelnen Mitgliedern und/oder der gesamten Familie
  • Erstellung eines Genogramms
  • Prüfung der Motivation zur Veränderung
  • Entwicklung von Perspektiven
  • Formulierung von Zielen
  • Bei Bedarf hinzuziehen von relevanten Fachleuten/Fachärzten zur weiteren Diagnostik
  • Zusammenfassen der Ergebnisse und Empfehlung für das weitere Vorgehen an das Jugendamt

Leistungsgrundlage § 27 SGB VIII

Das Angebot der Aufsuchenden Familientherapie richtet sich an Familien, die sich in krisenhaften und komplexen Belastungssituationen (z. B. Trennung, Scheidung, Tod, Gewalterfahrung, Überforderung, psychischer Erkrankung eines Familienmitglieds etc.) befinden. AFT will die Stärken des Einzelnen bewusst machen und mobilisieren. Sie zielt darauf ab, vorhandene Kompetenzen zu erweitern und alternative Möglichkeiten der Kommunikation, Interaktion sowie der Konfliktlösung im familientherapeutischen Sinne zu entwickeln.

Weiterhin werden die Familienmitglieder in ihrer Eigenverantwortung und Individualität gefördert und bei der Entwicklung selbstverantwortlicher Zukunftsperspektiven unterstützt. Es sollen individuell zugeschnittene therapeutische Hilfestellungen aufgezeigt und ganzheitliche Lösungen für z. B. Konflikte, besondere Verhaltensweisen einzelner Familienmitglieder, Kommunikationsstörungen,  u.  v. m. in der Familie gefunden werden.

Aufsuchende Familientherapie findet im gewohnten Umfeld der Familie statt.

Leistungsgrundlage §27 SGB VIII

Freizeitpädagogische Maßnahmen, Rufbereitschaft, Betreuung auch an Wochenenden

In regelmäßigen Abständen können alle Klienten und Familien an freizeitpädagogischen Maßnahmen teilnehmen.

Darüber hinaus bieten wir nach individueller Hilfeplanung und Absprache mit dem Kostenträger folgende Leistungen an:

  • Rufbereitschaft
  • Betreuung auch an Wochenenden