Begleitetes Wohnen für Abhängigkeitserkrankte in Kooperation mit dem Beratungszentrum Vogelsberg

Begleitetes Wohnen in Familien ist eine ambulante Betreuungsform, die es erwachsenen abhängigkeitserkrankten Menschen ermöglicht, außerhalb einer stationären Einrichtung an einem normalen Lebensalltag in einer Gastfamilie teilzunehmen. Ziel ist es, die Klientinnen und Klienten zu einem Leben in größtmöglicher Eigenständigkeit und Selbstbestimmung in allen persönlichen, beruflichen und sozialen Bereichen hinzuführen.

An wen richtet sich dieses Angebot?

Das Begleitete Wohnen kommt für erwachsene Menschen im Sinne des § 53 SGB XII in Betracht, die nicht

  • allein in einer Wohnung bzw. im Betreuten Wohnen leben können
  • von ihren Familien betreut werden (können)

und ansonsten stationär in einer Einrichtung versorgt werden müssten.

Das Angebot gilt auch für suchtkranke Menschen, die bereits in stationären Einrichtungen leben und dieser Form der Hilfe nicht (mehr) bedürfen.

Das Begleitete Wohnen in Familien für Abhängigkeitserkrankte der Vogelsberger Lebensräume und der Suchthilfe ist ein Angebot für

  • abhängigkeitskranke Männer und Frauen, unabhängig von ihren Suchtstoffen,
  • Menschen mit Doppeldiagnosen und
  • chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Menschen,

die eine Abstinenzentscheidung getroffen haben.

Das Begleitete Wohnen in Familien nutzt das individuelle Potenzial einer privaten Lebensgemeinschaft zur Betreuung, Beheimatung und Rehabilitation von suchtkranken Menschen.

Die Gastfamilie soll den anhängigkeitskranken Menschen nicht nur beherbergen, sondern ihn in seiner Entwicklung zu mehr Selbständigkeit fördern und in die Familie integrieren. Dazu gehört dessen Einbeziehung in den Familienalltag, z. B. durch die gemeinsame Einnahme der Mahlzeiten.

Die Familie kann das neue Familienmitglied im üblichen familiären Rahmen an hauswirtschaftlichen Arbeiten beteiligen, soweit sie bzw. er dazu in der Lage ist.