„Ziel erreicht“

Freiwillige Helfer nähen über 2000 Schutzmasken für Mitarbeiter der Eichhof-Stiftung / Auch drei Altersheime versorgt.

Die Vertreter der drei Lauterbacher Altersheime erhielten für ihre Mitarbeiter-Teams Schutzmasken.

In Lauterbach und Umgebung ratterten in den zurückliegenden eineinhalb Wochen in vielen Häusern die Nähmaschinen auf Hochtouren. Über 200 freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich der Hilfsaktion für die Lauterbacher Eichhof-Stiftung angeschlossen, die das Ziel hatte, sämtliche rund 800 Mitarbeiter der Stiftung mit jeweils zwei Schutzmasken auszustatten, damit die in Corona-Krisenzeiten sowohl für ihr Umfeld – auf Stationen, im Altersheim oder bei den Besuchen der Patienten per ambulantem Pflegedienst – möglichst keine Gefahr darstellen und auch selber – so gut es geht – geschützt sind.

„Das Ziel ist erreicht“, vermeldet jetzt Chefarzt Tobias Plücker, der für das Corona-Krisenmanagement am Krankenhaus verantwortlich ist. „Die Bereitschaft, uns zu helfen und zu unterstützen, war riesengroß“, freut sich auch Marika Heiß, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung zuständig ist und diese wohl bisher einmalige Aktion zusammen mit ihrem Frischbörner Frauenkreis – dessen Vorsitzende sie ist – und der Frischbörner Spinnstube auf den Weg gebracht hatte.

Über 2000 Mund-Nasen-Schutz-Masken aus Baumwolle sind nach einem einheitlichen Schnittmuster aus gespendeten Stoffen entstanden, die offiziell als „Behelfsmasken“ bezeichnet werden, um findigen Abmahnanwälten keine Angriffsfläche zu bieten und nicht gegen produktspezifische Kennzeichnungspflichten nach dem Medizinproduktegesetz zu verstoßen. „Wir haben die Masken am Montag bereits an alle Mitarbeiter verteilt. Und da wir noch Masken übrig hatten, haben wir die drei Lauterbacher Altenheime – die Seniorenresidenz An der Lauter, das AWO-Sozialzentrum und das Haus Margarethe – gleich mit versorgt“, informiert Plücker.

Entspannung herrsche zurzeit auch bei der Ausstattung mit professionellem medizinischen Mundschutz. Das Eichhhof-Krankenhaus habe seitens des Landes eine Zuteilung an OP-Mund-Nasen-Schutz-Masken bekommen. Außerdem habe es über die eigene Einkaufsabteilung 11 000 FFP-2-Masken anschaffen können.

Positives kann Plücker auch von den derzeit vier Corona-Patienten im Krankenhaus berichten. Eine Patientin habe von der Intensivstation auf die normale Station verlegt werden können. Drei Patienten müssten zwar nach wie vor auf der Intensivstation beatmet werden, aber auch bei ihnen deute sich allmählich eine Verbesserung des Zustandes an.