Wenn das Laufen zur Qual wird

Vortrag von Dr. Johannes Veltin zum Thema „Wenn der Schuh drückt und der Fuß schmerzt“ am Krankenhaus Eichhof.

Der Leitende Oberarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie Dr. Johannes Veltin nahm sich Zeit, auf die Fragen aus dem Auditorium zu antworten.

Mit einer praktischen Übung zur Entspannung der Füße für die Teilnehmer der medizinischen Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ eröffnete Dr. Johannes Veltin, Leitender Oberarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie am Krankenhaus Eichhof, seinen Vortrag „Wenn der Schuh drückt und der Fuß schmerzt“.

Seitdem der Mensch auf zwei Beinen läuft, müssen die Füße eine Menge aushalten.  Unterlegt mit historischen Zeichnungen, zum Beispiel von Leonardo da Vinci, erläuterte der Mediziner den Weg des Menschen vom Vier- zum Zweifüßer. Dabei stellte der Leitende Oberarzt die Anatomie eines gesunden Fußes vor, zeigte aber auch veränderte Fußformen wie Platt- oder Hohlfuß, und erläuterte die durch genetische Disposition oder falsches Schuhwerk entstandenen schmerzhaften Veränderungen des Vorderfußes, der Ferse und der Knöchel.

Anhand von Röntgenaufnahmen - dabei auch ein Bild, das die abnorme Fußstellung beim Tragen von High Heels verdeutlichte - kommentierte Dr. Veltin mögliche Veränderungen von Knochen, Bändern und Gelenken, zeigte Fehlstellungen oder krankheitsbedingte Wucherungen sowie die Auswirkungen von Arthrose in Zehen und Sprunggelenken auf.

Einen Großteil seines Vortrags widmete der erfahrene Chirurg der Diagnostik, den Therapieansätzen und der Möglichkeit, operativ eine Entlastung oder Heilung von Gelenkdeformationen und damit einhergehenden Schädigungen von Muskeln, Bändern und Nerven herbeizuführen. Ob Großzehengelenkarthrose, Ballenzehe - der sogenannte Hallux valgus -, Hammer- oder Krallenzehen, Fersensporn oder die Entzündung der Achillessehne, intensiv ging der Leitende Oberarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie im Krankenhaus Eichhof auf die verschiedenen Ursachen für die einzelnen Formen der Erkrankung ein und beleuchtete auch konventionelle Methoden zur Verbesserung der Beschwerden unter Zuhilfenahme von schmerzhemmenden Medikamenten, Einlagen, Stoßwellentherapie oder Schienen.

Er klärte das Auditorium umfangreich und gut verständlich über die chirurgischen Alternativen auf, wenn krankhafte Veränderungen an den Füßen keine andere Option mehr zuließen, und gab Einblicke in die Nachsorge nach einem Eingriff.

Welche vorbeugenden Maßnahmen jeder Mensch ergreifen kann, wie wichtig das Barfußlaufen für die Gesunderhaltung der Füße ist, wie man Fehlbelastungen erkennt und welche Übungen bei Hallux, Fersensporn und Co. sich bewährt haben, all das erläuterte Dr. Veltin mit einer guten Portion Humor und dem Hinweis, dass viele Erkrankungen dank der modernen Medizin zu beheben seien, die Füße aber dennoch nicht vernachlässigt werden sollten. Er übergab den Teilnehmern einen Übungszettel mit verschiedenen Vorschlägen zu Fußgymnastik und Wassertreten und beantwortete Fragen aus dem Auditorium. Dieses zeigte sich begeistert von der verständlichen Art seines Vortrags und bescheinigte Dr. Veltin eine hohe Kompetenz zum Thema, großen Applaus inklusive.