Serpil Memic neue Leiterin der Sozialstation Eichhof

Hanne Steuernagel gibt nach 19 Jahren die Leitung des mobilen Pflegedienstes der Eichhof-Stiftung Lauterbach ab.

Der Vorstand der Eichhof-Stiftung Lauterbach dankte der langjährigen Leiterin der Sozialstation Lauterbach für die geleistete Arbeit und ihr Engagement und wünschte ihrer Nachfolgerin gutes Gelingen bei ihrer neuen Aufgabe (von rechts): Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schäfer, Hanne Steuernagel, Serpil Memic, Dr. Christof Erdmann, Volker Christe, Manfred Dickert und Hans-Georg Stoll.

Nach 19 Jahren übergibt Hanne Steuernagel die Verantwortung für die Sozialstation Eichhof an ihre Kollegin Serpil Memic. Hanne Steuernagel wird auch zukünftig dem Unternehmen erhalten bleiben und ihre langjährige Erfahrung als Pflegeberaterin für die Klienten des mobilen Pflegedienstes einbringen. Bei einer kleinen Feier dankte der Vorstandsvorsitzende der Eichhof-Stiftung Lauterbach Hans-Jürgen Schäfer Frau Steuernagel für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit in der Sozialstation. „Die gesamte Stiftung ist Ihnen zu großem Dank verpflichtet. Die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen 19 Jahren hat dazu geführt, dass aus einem kleinen Team an engagierten Pflegekräften eine florierende Organisation gewachsen ist, die in der Bevölkerung hohe Anerkennung für ihre Arbeit genießt“. Verständnis zeigte der Vorstandsvorsitzende für die Entscheidung, dass Frau Steuernagel die Leitung aus persönlichen Gründen abgibt. Ihrer Nachfolgerin Serpil Memic wünscht er viel Erfolg und Kraft für diese Aufgabe.

Zum 1. Januar 1999 übernahm Frau Steuernagel die Leitungsposition von Johann Dipauli-Mayer, nachdem sie bereits mehrjährige Erfahrung als Bereichsleitung in Schwalmtal gesammelt hatte. Bereits im Vorfeld hatte sie an einem Weiterbildungslehrgang zur Leitung eines ambulanten Pflegedienstes teilgenommen, der sie nach erfolgreichem Abschluss qualifizierte, einen ambulanten Pflegedienst eigenständig zu leiten. Die 59-jährige gelernte Krankenschwester hat ihr Haus gut bestellt. Ursprünglich mit 30 Mitarbeitern im Jahr 1991 verantwortlich gestartet, hat sich unter ihrer Ägide der ambulante Pflegedienst der Eichhof-Stiftung mit mittlerweile über 90 Mitarbeitern und gut 450 Patienten in Lauterbach, Schwalmtal, Schlitz und Wartenberg zu einem gut aufgestellten Unternehmen entwickelt.

Rückblickend war vor allem die Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 ein sehr einschneidender und wichtiger Schritt zur besseren Versorgung der ständig steigenden Zahl von Pflegebedürftigen gewesen, aber auch der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems und neue Leistungsangebote für die zu versorgenden Patienten. Ein Hauptaugenmerk lag in dem frühzeitigen Einstieg 2012 in die Altenpflegeausbildung, die Qualifizierung der entsprechenden Mitarbeiterinnen zu Praxisanleiterinnen, Wundmanagern sowie die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern zu Leitungskräften. So konnten wir bereits frühzeitig einen „Generationenwechsel“ in unserer Einrichtung anbahnen, in dem wir die nachrückenden Pflegefachkräfte in der eigenen Einrichtung ausgebildet und damit die notwendige Bindung zum Team geschaffen haben.

Dass diese Herausforderungen so erfolgreich umgesetzt werden konnten, ist zum wesentlichen einem großartigen Team von Mitarbeitern zu verdanken. Der Zusammenhalt, das vertrauensvolle Miteinander hat uns immer gestärkt, um die gemeinsamen Ziele zum Wohl unserer Klienten erreichen zu können“, blickt Hanne Steuernagel zurück. Die Umsetzung von immer neuen gesetzlichen Regularien verbunden mit dem demografischen Wandel hat uns in den letzten Jahren vor viele Herausforderungen gestellt und wird uns auch noch einige Zeit begleiten, ist sich Frau Steuernagel sicher. In ihrem neuen Betätigungsfeld, der Beratung von Patienten und pflegenden Angehörigen, kann sie ihre langjährige Erfahrung einbringen. Sie sieht die Sozialstation Lauterbach sehr gut aufgestellt und ist sich sicher, dass die Sozialstation bei Serpil Memic in den besten Händen ist.

Die Arbeitsweisen und Strukturen, die wir in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt haben, gilt es nun weiter auszubauen und zu stärken. Vor allem müssen wir uns den Herausforderungen in der Nachwuchsgewinnung stellen", sieht die neue Leiterin ihre Aufgaben klar definiert. Die 41-jährige examinierte Altenpflegerin wechselte 2010 nach einem Praktikum zur Sozialstation. „An erster Stelle steht für mich, pflegebedürftigen Menschen eine optimale Versorgung und Betreuung angedeihen zu lassen, damit sie weiter in ihrem gewohnten Umfeld leben können“, sagt Memic, die 2011 nebenberuflich die  Weiterbildung zur Palliativpflege absolvierte. 2014 übernahm sie die Bereichsleitung in Lauterbach, die ebenfalls mit einer zweijährigen Weiterbildung zur verantwortlich leitenden Pflegekraft in der stationären und ambulanten Pflege einher ging, die sie 2016 erfolgreich abschloss.

„Wir waren alle schon ein bisschen sprachlos, als Hanne Steuernagel uns letztes Jahr mitteilte, dass sie kürzer treten wollte. Als ich gefragt wurde, ob ich mir die Leitungsposition vorstellen könnte, machte es mich besonders stolz, dass vor allem die Kollegen mich dazu ermunterten und stärkten, die Verantwortung für die Sozialstation zu übernehmen“, sieht Serpil Memic in dieser Bestätigung ihr gesamtes Team hinter sich. Sie weiß um die Herausforderungen der Zukunft: „Meine obersten Prioritäten gelten unseren Klienten, damit sie auch weiterhin gut versorgt und betreut sind. Darüber hinaus möchte ich, dass wir auch zukünftig ein starkes Team bleiben und vor allem, dass wir junge Menschen für die Ausbildung in der Pflege gewinnen können.“ Außerdem wolle sie die Kollegen aus den eigenen Reihen dazu ermutigen, sich weiterzubilden.