Neuer Oberarzt schließt Lücke in der therapeutischen Betreuung

Dr. Friedrich Jungblut ergänzt Leitungsteam der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Krankenhaus Eichhof.

Chefarzt Dr. Dr. Christoph Herda (links) und Eichhof Personalchef Berthold Remiger (rechts) gratulieren Dr. Friedrich Jungblut zu seiner Ernennung als Oberarzt.

Mit der Ernennung von Dr. Friedrich Jungblut zum Oberarzt in der Fachabteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Krankenhaus Eichhof ist das leitende Ärzteteam unter Chefarzt Dr. Dr. Christoph Herda wieder vollständig besetzt.

Neben dem 38-jährigen studierten Humanmediziner mit Facharztqualifikation sind unter der Leitung von Dr. Dr. Herda mit Markus Frommelt und Stefan Wiegand wieder insgesamt drei  Oberärzte tätig, um die Patienten der drei Stationen im Haus, der Psychiatrischen Institutsambulanz und der Tagesklinik optimal therapeutisch betreuen zu können.

„Wir mussten durch den Weggang eines Kollegen vor eineinhalb Jahren dringend wieder die Lücke in der Leitungsebene schließen. Mit Dr. Jungblut haben wir einen fachlich äußerst kompetenten Kollegen für die Position des dritten Oberarztes gewinnen können, der zusätzlich ein breites allgemeinmedizinisches Wissen mitbringt. Das ist geradezu ein Traum", zeigt sich der Chefarzt hoch erfreut. Insbesondere für die Anleitung und Weiterbildung der Ärzte und Assistenten sei das fundierte Wissen von Dr. Jungblut von großem Wert.

Gemeinsam mit dem engagierten Team aus Ärzten und Pflegern werde nun jeder Oberarzt eine stationäre Abteilung leiten, hinzu kommt die Betreuung der gut 850 Patienten pro Quartal in der Institutsambulanz sowie die Arbeit mit den Patienten der Tagesklinik. „Die Tätigkeit auf den Stationen ist sehr intensiv. Eine überlappende Aufteilung ist äußerst schwierig und auch nicht in unserem Verständnis einer optimalen therapeutischen Versorgung", erklärt Dr. Herda.

Neben der fachlichen Herausforderung führt Dr. Friedrich Jungblut, der von Oktober 2004 bis Februar 2015 in mehreren Funktionen als Arzt in den Bereichen Notfall- und Intensivmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an Bundeswehrkrankenhäusern und im truppenärztlichen Dienst unter anderem in Ulm, Koblenz und zuletzt in Stadtallendorf tätig war, persönliche Gründe an, die in dazu bewogen haben, in Lauterbach zu bleiben. „Ich bin im Vogelsberg aufgewachsen, in Schlitz und Lauterbach zur Schule gegangen, kurz - ich habe meine Wurzeln hier."

Dass seine Familie und Freunde dabei ebenfalls eine große Rolle gespielt haben, sieht er als Vorteil. „Wir fühlen uns hier wohl, kennen die Region gut und so ist natürlich auch das Verständnis für die Lebensgewohnheiten der Menschen, denen ich in meiner täglichen Arbeit begegne, nochmal ein ganz anderes", sagt der neue Oberarzt. Hinzu komme, dass er das Krankenhaus Eichhof gut kenne, da er schon während des Medizinstudiums in Gießen Praktika im Haus absolviert habe. Das Interesse am Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie sei früh geweckt worden. Seine Dissertation habe er im Fachgebiet der Psychosomatik geschrieben, das praktische Jahr u. a. in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Gießen absolviert. Diverse Stationen in seiner Zeit als Zeitsoldat und Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr, in denen er mit psychisch Erkrankten in Berührung kam, hätten ihn weiter bestärkt, sich diesem Fachgebiet zu widmen. „Mit Abschluss der Facharztqualifikation, die ich in den letzten Jahren erlangt habe, schließt sich für mich ein Kreis", ist der 38-Jährige überzeugt.

Dass sich der kompetente Mediziner für das Lauterbacher Krankenhaus entschieden hat, freut auch den Personalchef am Eichhof, Berthold Remiger. „Wir sind froh, einen so kompetenten Kollegen für die Fachabteilung Psychiatrie und Psychotherapie gewonnen zu haben. Das ist in ländlichen Gebieten gar nicht so einfach, spricht aber auch für unser Haus. Wir müssen als Arbeitgeber attraktive Angebote machen, aber auch das Miteinander im Team spielt eine große Rolle. Da sind wir ja bekanntermaßen sehr erfolgreich", sagt Remiger nicht ohne Stolz. Und dass die Verwurzelung von Dr. Jungblut im Vogelsberg durchaus hilfreich bei der Entscheidung für den Verbleib am Eichhof war, nimmt der Personalchef mit einem Schmunzeln zur Kenntnis.