Dr. Roland Stein verringert Versorgungslücke im Bereich der Gynäkologie

Neuer Frauenarzt in Gemeinschaftspraxis mit Dr. Barbara Peters am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach.

Mit einem kleinen Präsent heißen Dr. Barbara Peters und Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann (links) den neuen niedergelassenen Frauenarzt in Lauterbach Dr. Roland Stein am Krankenhaus Eichhof willkommen.

Seit dem 1. Oktober können die Frauen im Vogelsberg aufatmen. Die Versorgungslücke im Bereich Frauenheilkunde konnte mit dem Einstieg von Dr. Roland Stein in die gynäkologische Praxis von Dr. Barbara Peters verringert werden. In einer Gemeinschaftspraxis bieten die beiden Mediziner ganzheitliche Beratung und Betreuung ihrer Patientinnen an - und zwar diagnostisch wie auch operativ.

Nach dem Studium der Medizin an der Universität Würzburg absolvierte der zweifache Familienvater seine Facharztweiterbildung zum Gynäkologen am dortigen Uniklinikum. Ein Forschungsstipendium führte ihn unter anderem an die renommierte Stanford University in Kalifornien, wo er sich intensiv mit dem Thema Krebsstammzellen bei Brust- und Eierstockkrebs befasste. Nach Abschluss seiner Facharztausbildung arbeitete der gebürtige Vogelsberger zuletzt als Oberarzt der Gynäkologie am HELIOS St. Elisabeth Krankenhaus in Hünfeld.

„Ich bin sehr froh, dass Dr. Stein sich hier in Lauterbach niederlässt und wir mit ihm einen hervorragenden Fachmann für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gewinnen konnten“, sagt Dr. Barbara Peters mit großer Erleichterung. Durch die altersbedingte Schließung diverser Frauenarztpraxen in der Region sei sie doch von der Kapazität her an ihre Grenzen gestoßen. Für die gynäkologische Versorgung der Frauen im Vogelsbergkreis - sowohl ambulant wie stationär - sei es eine große Beruhigung, dass nun ein weiterer Facharzt zur Aufrechterhaltung der Patientinnenversorgung zur Verfügung stehe.

„Es war eine bewusste Entscheidung, wieder in die Heimat und vor allem in den ländlichen Raum zurückzukehren, insbesondere da die Versorgung in der Region nicht ausreichend ist“, erklärte Dr. Stein. Darüber hinaus sei durch die enge Anbindung an das Krankenhaus Eichhof die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Chirurgen, Urologen und Internisten gegeben. Ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung sich in Lauterbach niederzulassen, sei auch die Möglichkeit zur operativen Tätigkeit gewesen. „Das Krankenhaus Eichhof, in dem unsere Praxis untergebracht ist, bietet eine hohe Qualität an medizinischer und technischer Ausstattung auch im Hinblick auf die Operationssäle“ macht der Frauenarzt dem Lauterbacher Krankenhaus ein großes Kompliment. Die Praxis von Frau Dr. Peters ist nach Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP) zertifiziert und gewinnt nun mit Dr. Stein einen ebenfalls zertifizierten Ultraschallspezialisten für Brustdiagnostik (DEGUM Stufe II) und gynäkologischen Ultraschall (DEGUM Stufe I) hinzu.

Auch das Krankenhaus Eichhof heißt den neuen Belegarzt herzlich willkommen. „Wir sind sehr froh, dass wir den Bereich der Gynäkologie wieder verstärken können. Nach der Schließung der Geburtshilfe am Krankenhaus im Jahr 2008 sind von ursprünglich fünf Belegärzten nach und nach vier Kollegen ohne Nachfolger in den Ruhestand gegangen. Dadurch ergaben sich auch im stationären Bereich Kapazitätsprobleme. Seit einigen Jahren ist Frau Dr. Peters Einzelkämpferin. Es ist eine große Erleichterung, dass die Betreuung der Patientinnen auch im stationären Bereich nun auf zwei Schultern lastet“, bringt Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann die Situation im Vogelsberg auf den Punkt. „Wir sind dankbar, dass Dr. Stein zu seinen Wurzeln zurückkehrt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er hier im Krankenhaus geboren wurde“, so der Verwaltungsdirektor.

Mit Abschluss der rechtlichen Formalitäten wird Dr. Roland Stein ab November auch seine Belegarzttätigkeit am Krankenhaus Eichhof aufnehmen. Voraussichtlich im Februar 2019 wird die Gemeinschaftspraxis von Dr. Peters und Dr. Stein in neue Räumlichkeiten am Krankenhaus Eichhof umziehen und damit neben der medizinischen Versorgung auch „beste Bedingungen für die Patientinnen in der Praxis“ schaffen, verspricht Dr. Peters.