Den Wandel der Zeit in Bildern bewahrt

Ausstellung des Lauterbacher Fotoclubs zeigt historische Aufnahmen des Krankenhauses Eichhof von Wolfgang Wiehl.

Die Organisatoren der AG KiK und des Fotoclubs Lauterbach bei der Eröffnung der Ausstellung mit dem Vorstandsvorsitzenden Hans-Jürgen Schäfer (Mitte): Öffentlichkeitsreferentin Marika Heiß, Pflegedirektorin Kathrin Kleine, Wolfgang Wiehl, Regina Georg, KiK-Vorsitzender Herbert Krauß und Pflegedirektionsassistentin Anna Liehr (von links).

Wolfgang Wiehl (Mitte) überreichte Andrea Hedrich ein persönliches Bild aus dem Jahr 1987 und an den Stiftungsvorsitzenden Hans-Jürgen Schäfer ein Foto aus dem Jahr 1900.

Mit einer Vernissage haben der Lauterbacher Fotoclub und die AG Kultur im Krankenhaus (KiK) eine besondere Fotoausstellung unter dem Namen „Blick in die Historie“ im Atrium des Krankenhauses Eichhof eröffnet. Bereits zum 110-jährigen Bestehen der Eichhof-Stiftung im Jahr 1987 hatte Hobbyfotograf Wolfgang Wiehl eine Dokumentation mit historischen und teils aktuellen Bildern zusammengestellt, die nun - dreißig Jahre später - thematisch neu sortiert veröffentlicht wird.

120 Fotos, die von ehemaligen Mitarbeitern stammen, Aufnahmen aus dem Archiv der ehem. Stiftung Heilanstalt für Kranke und Bilder von Privatpersonen wurden von Wolfgang Wiehl und Regina Georg neu arrangiert, von Wolfhard Fechner für die Präsentation millimetergenau auf Untergründen aufgebracht und mit Unterstützung einiger Mitglieder des Fotoclubs für die Zeitreise in die Vergangenheit gerahmt. Außenansichten finden hier ebenso Verwendung, wie Fotos vom Krankenhausbetrieb oder den Mitarbeitern, die das Gesicht des Hauses über Jahrzehnte geprägt haben. Vor dem Hintergrund der Neu- und Umbauarbeiten am Krankenhaus Eichhof sowie der rasanten Entwicklung in der Medizin haben diese Aufnahmen eine besondere Aussagekraft. Sie geben gute Einblicke in die Arbeit am Krankenhaus, würdigen aber auch die Beständigkeit der nunmehr 140-jährigen Trägerschaft durch die Stiftung.

Die Ausstellung dokumentiere die Leistung der Verantwortlichen, die die Geschicke des Krankenhauses zu ihrer jeweiligen Zeit weiter vorangebracht hätten, zollte der Vorstandsvorsitzende der Eichhof-Stiftung Lauterbach, Hans-Jürgen Schäfer, den Altvorderen Dank und Respekt. Seit der Erstveröffentlichung vor 30 Jahren hätten sich nicht nur die Gebäude, sondern auch die Abläufe und vor allem die medizinische Versorgung massiv verändert. Umso interessanter dürfte es für die Besucher sein, die Entwicklung des Hauses über einen Zeitraum, der in zwei vergangene Jahrhunderte hineinreicht, in dieser einzigartigen Ausstellung zu erleben und mit der Gegenwart direkt zu vergleichen, so Schäfer.

„Der hervorragende medizinische und pflegerische Ruf, den unser Haus heute genießt, ist das Ergebnis der Arbeit engagierter Menschen, die sich in den Dienst der Sache gestellt haben. Dazu zählen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die ehrenamtlich Tätigen, von deren Arbeit insbesondere die Patienten profitieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Das Ehrenamt sei vom ersten Tag der Gründung der „Heilanstalt für Kranke“ ein wesentlicher Stützpfeiler der Stiftung gewesen. Schäfer dankte den Organisatoren der Ausstellung und überreichte Regina Georg und Wolfgang Wiehl ein Präsent des Hauses. Die zahlreich erschienenen Gäste lud er ein, sich beim Betrachten der Bilder bewusst in die Vergangenheit zu begeben und dabei persönliche Erinnerungen wachzurufen.

Die Vorsitzende des Fotoclubs Lauterbach, Regina Georg, hatte für ihren Vortrag einen kurzen Abriss über die Geschichte des Krankenhauses vorbereitet. Sie selbst sei fast vierzig Jahre am Eichhof beschäftigt gewesen und habe die rasante Entwicklung der medizinischen und baulichen Veränderungen persönlich miterlebt. Mitorganisator Wolfgang Wiehl nahm die Zuschauer mit auf die Entstehungsgeschichte der Ausstellung und erklärte, wie er 1987 zum 110-jährigen Bestehen der Stiftung gemeinsam mit der damaligen Personalverantwortlichen Ilona Fink auf Betreiben des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Walter Molitor die Ausstellung zusammengestellt habe. Er erinnerte mit einem Augenzwinkern an die unzähligen Stunden in der Dunkelkammer, in denen er die alten Fotografien aufbereitete. Zusätzlich habe er 1987 noch aktuelle Aufnahmen des Krankenhausbetriebes gemacht. So sei eine Ausstellung entstanden, die gute Einblicke in die Arbeit des Krankenhauses gebe und die die erfolgreiche Geschichte der Stiftung würdige. Er rief dazu auf, diesen einmaligen Schatz zu bewahren, damit nachfolgende Generationen einen ebensolchen Vergleich erhalten könnten.

Zum Abschluss überreichte er ein Foto aus dem Jahr 1987 an Andrea Hedrich, die am 14. Juli 1987 ihre Tochter zur Welt brachte und damals von Wolfgang Wiehl mit ihrem Baby im Arm fotografiert wurde. Auch für den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung hatte Wiehl ein besonderes Geschenk. Er überreichte Hans-Jürgen Schäfer ein Bild, das 60 Arbeiter im Jahr 1900 bei Bauarbeiten am Schloss Eichberg zeigt.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Julia Wernicke und Janina Strauch am Klavier.