Dem Fachkräftemangel mit neuen Konzepten entgegenwirken

Krankenhaus Eichhof startet Ausbildungsoffensive mit 22 Azubis für Gesundheits- und Krankenpflege.

Krankenhaus 22 neue Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege hat das Eichhof in Lauterbach in diesem Jahr eingestellt - mehr als je zuvor. Die Begeisterung ist auf Seiten der Ausbilder wie bei Schülerinnen und Schüler auch nach den ersten Wochen ungebrochen.

22 zukünftige Nachwuchskräfte im Gesundheitswesen haben im September und Oktober am Krankenhaus Eichhof ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger aufgenommen. Mit neuen Konzepten wollen die Verantwortlichen in Lauterbach dem Fachkräftemangel entgegentreten und für die Zukunft personell weiter aufrüsten.

Die Corona-Pandemie hat die Schwächen im Gesundheitssystem offengelegt. In Deutschland fehlt es nicht notwendigerweise am Material, sondern am Personal, um die Herausforderungen in der Pflege - nicht nur in Zeiten von COVID-19 - zu bewältigen. Ein Schritt dazu ist der Beginn der generalistischen Ausbildung, die erstmals im Ausbildungsjahr 2020/2021 Anwendung findet und Kranken- und Altenpflege in ihren Ausbildungsinhalten weitestgehend egalisiert.

„Wir haben in diesem Jahr unser Ausbildungsportfolio deutlich aufgestockt und gut ein Drittel mehr Schülerinnen und Schüler als sonst eingestellt“, sagt Berthold Remiger, Bereichsleiter Personal am Eichhof. Um sicherzustellen, dass alle einen Schulplatz bekommen, hat das Krankenhaus neue Kooperationen geschlossen. So werden die Auszubildenden nicht nur an der Krankenpflegeschule des Vogelsbergkreises theoretisch fit gemacht, sondern auch an der Vogelsberger Pflegeakademie, bei mecare in Fulda und der Pflegeschule des BBZ Mitte in Petersberg.

„Wir haben eine Ausbildungsoffensive gestartet, um dem Nachwuchsmangel in der Pflege entgegenzuwirken und hervorragend ausgebildete Fachkräfte an unser Haus zu binden“, erklärt Andrea Rubenbauer, Bereichsleitung Funktionen und Verantwortliche für alle Auszubildenden am Krankenhaus Eichhof. Jetzt käme es darauf an, alle Schüler durch die dreijährige Ausbildung mitzunehmen und erfolgreich bis zum Examen zu begleiten. „Es ist wichtig, dass wir die jungen Kollegen nicht nur fachlich unterstützen, sondern auch bei auftretenden Schwächen oder Zweifeln an der beruflichen Entscheidung individuell zur Seite stehen. Damit wollen wir die Abbruchquote verringern“, bestätigt auch Berthold Remiger.

Die neuen Auszubildenden am Eichhof fühlen sich gut aufgehoben. „Unsere Entscheidung für den Beruf hat in erster Linie damit zu tun, dass wir Menschen helfen wollen. Dass die Ausbildung anspruchsvoll ist, ist uns bewusst, doch wir fühlen uns hier schon nach kurzer Zeit sehr wohl und in die Teams integriert“, erklären Anna Rupp, Virginia Laas, Tara Köcke und Lea Trender stellvertretend für den diesjährigen Ausbildungsjahrgang.

Und auch im kommenden Jahr will das Lauterbacher Krankenhaus die Kapazitäten in der Ausbildung weiter aufstocken. „Wir freuen uns über jede Bewerbung und können heute schon versichern, dass die Übernahmechancen bei erfolgreichem Examen exzellent sind“, fordert der Bereichsleiter Personal zu Initiativbewerbungen auf.