Aktionswoche bringt Arbeitgeber und Azubis zusammen

Geschäftsstelle Lauterbach der Bundesagentur für Arbeit organisiert Blick hinter die Kulissen am Krankenhaus Eichhof.

Zum Gemeinschaftsfoto stellten sich die Verantwortlichen des Krankenhauses, der Arbeitsagentur Lauterbach und die interessierten Jugendlichen.

Kurze Entspannungsübung für die Zuhörer.

Zum Anlass der diesjährigen „Woche der Ausbildung“ hat die Geschäftsstelle Lauterbach der Bundesagentur für Arbeit einen Besuch für Interessierte im Krankenhaus Eichhof ermöglicht. Mit wertvollen Informationen zu den beruflichen Möglichkeiten gab der Bereichsleiter Personal Berthold Remiger einen breit gefächerten Überblick über die medizinischen, pflegerischen, technischen und verwaltungsrelevanten Bereiche des Hauses.

Unter dem Motto „Ausbildung klarmachen“ und neue berufliche Möglichkeiten entdecken, hatten sich 20 vorwiegend Heranwachsende an dem Projekt „Werde fit für Deine beruflichen Träume mit der Job Reality Tour“ der Geschäftsstelle Lauterbach beteiligt und waren gemeinsam mit Leiter Stefan Schober, Jutta Schramm vom Arbeitgeberservice sowie den beiden Berufsberatern Kerstin Sobota und Ralf Bellinger der Einladung des Lauterbacher Krankenhauses gefolgt, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Bereichsleiter Personal Berthold Remiger stellte den Teilnehmern zunächst die Einrichtungen der Eichhof-Stiftung Lauterbach vor und erläuterte die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten von der Krankenpflege über die Altenpflege bis hin zu Angeboten in medizinisch-technischen Berufen, Technik, Verwaltung oder im Service. Auch darüber, welche Schulbildung für die einzelnen Ausbildungsgänge notwendig sind und welche Voraussetzungen es braucht, um als Arzt im Krankenhaus Eichhof oder als Sozialpädagoge für die Vogelsberger Lebensräume tätig zu sein. Welche Praktika möglich sind, wie man bei einer Live-OP zuschauen oder dem Personal über die Schulter blicken kann, all das kam in der Gesprächsrunde zur Sprache.

„Der Fachkräftemangel trifft auch uns in allen Bereichen. Wir haben Nachwuchsprobleme, obwohl wir ein sehr attraktiver Arbeitgeber sind und unsere Auszubildenden und Mitarbeiter in Aus-, Fort- und Weiterbildung intensiv unterstützen“, informierte Remiger die Teilnehmer der Job Reality Tour. Das Krankenhaus Eichhof sei Dank umfangreicher Investitionen in Immobilie und Ausstattung auf modernstem Stand, das digitale Zeitalter mit seinen vielfältigen Möglichkeiten habe längst die Datenerfassung oder Befunde auf Papier abgelöst.

Jessica Wehner, Leitung Qualitätsmanagement, gab Auskunft darüber, welche Möglichkeiten Mitarbeiter u. a. im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements haben. Lauftreffs, Gesundheitstage, Nichtrauchertag oder Kurse zur Prüfungsvorbereitung stünden ebenso auf dem Programm, wie Unterstützung zur Stressbewältigung. Darüber hinaus gebe es ein eigenes Fitnessstudio mit Physiotherapeut, der Mitarbeiter individuell bei den Trainingsplänen berate, so die QM-Beauftragte. Sie nutzte die Gelegenheit, den Zuhörern eine kurze Übung zur Entspannung zu vermitteln.

Mit Einblicken in die Ausbildung an der Krankenpflegeschule in Alsfeld zu den Berufsbildern Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Krankenpflegehelfer wartete Sara Obenhack auf. Sie informierte umfangreich über den Aufbau und die Inhalte der anspruchsvollen Berufsausbildung und erklärte, wie die Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitung zu Prüfungen und Examen von den Lehrkräften und den Ausbildern unterstützt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass das Krankenhaus Eichhof uns die Möglichkeit offeriert, im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ interessierte junge Menschen im Rahmen der Berufsberatung einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen“, sagt Stefan Schober, Leiter der Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit in Lauterbach. Die Themenwoche richte sich in erster Linie an Jugendliche, die auf diese Weise erfahren können, welche Ausbildungsberufe es in den unterschiedlichen Branchen überhaupt gibt. Die Schülerinnen und Schüler können sich außerdem darüber informieren, welche Chancen sie später als ausgebildete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt haben. „Wir haben seit Jahren eine enge Kooperation mit der Eichhof-Stiftung und können auf diese Weise Hilfestellung für Ausbildungssuchende leisten, die zum Beispiel ein Praktikum machen wollen, um sich davon zu überzeugen, dass ein Beruf in Medizin oder Pflege der richtige Weg für sie ist“, bestätigt auch Jutta Schramm vom Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle.