Nach drei intensiven und lehrreichen Ausbildungsjahren hält die 20-jährige Selina Mayer aus Fulda nun stolz ihre Examensurkunde in den Händen. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt – und für das Seniorenzentrum Schlitzerland eine wertvolle Verstärkung im Team.
Einrichtungsleiter Klaus Schaefer, Pflegedienstleitung Karin Vollmöller, Praxisanleiterin Helene Wiens und die Qualitätsmanagement-Beauftragte Soo-Ling Lim-Steidel gratulierten ihrer neuen Kollegin herzlich. „Wir freuen uns sehr, dass Selina nach ihrer Ausbildung bei uns bleibt und ihr Wissen nun im Berufsalltag einbringen wird“, sagen die Verantwortlichen in der zur Eichhof-Stiftung Lauterbach gehörenden Senioreneinrichtung. „Ihr Engagement und ihre freundliche Art machen sie zu einer Bereicherung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und im Team ist sie ohnehin längst angekommen und geschätzt“, würdigt Karin Vollmöller die neue Kollegin im Team.
Selina Mayer blickt dankbar auf ihre Ausbildungszeit zurück: „Ich habe unglaublich viel gelernt – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Es ist schön, jetzt als Pflegefachkraft Verantwortung übernehmen zu dürfen.“ Nach dem Start in die generalistische Ausbildung im Jahr 2022 verbrachte die 20-Jährige zunächst zwei Jahre am Krankenhaus Eichhof. In unterschiedlichen Abteilungen sowie im stiftungseigenen ambulanten Pflegedienst, der Sozialstation Eichhof, lernte sie die Pflege von der Pike auf, ehe sie ihr letztes Ausbildungsjahr im Seniorenzentrum Schlitzerland, das ebenfalls zur Eichhof-Stiftung gehört, verbrachte.
„Ich habe mich von Anfang an hier sehr wohl gefühlt, schätze die tollen Kolleginnen und Kollegen sehr und vor allem ist die Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen für mich eine echte Berufung“, bekräftigt Mayer ihre Entscheidung für das Haus. Zunächst wolle sie Erfahrungen sammeln, könne sich später aber durchaus vorstellen, Weiterbildungen anzustreben, um die guten Erfolgsaussichten für eine Karriere in der Pflege für sich zu nutzen.
Fachliche Unterstützung
Ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Abschluss der Auszubildenden ist nach Angaben der Verantwortlichen die enge fachliche Begleitung durch die Leitungskräfte. „Wir investieren rund zehn Prozent der Arbeitszeit in die Unterstützung unserer Auszubildenden während der Examensvorbereitung“, erklärt Praxisanleiterin Helene Wiens. „Dabei schauen wir genau, wo individueller Bedarf besteht – nicht nur in der Theorie, sondern vor allem in der praktischen Anleitung. So können die angehenden Pflegefachkräfte Sicherheit und Routine im Berufsalltag gewinnen.“
Auch für Pflegedienstleitung Karin Vollmöller ist die persönliche Betreuung ein entscheidender Bestandteil der Ausbildung: „Gerade in der Altenpflege ist es wichtig, dass junge Nachwuchskräfte zum Beispiel beim Abschied von Bewohnerinnen und Bewohnern nicht allein gelassen werden. Der gemeinsame Austausch im Team hilft, solche emotionalen Situationen gut zu verarbeiten.“
Dem stimmt auch Qualitätsmanagement-Beauftragte Soo-Ling Lim-Steidel zu: „Wir bieten regelmäßig Schulungen an, verantworten den Bereich Palliative Care und begleiten insbesondere unsere jungen Kolleginnen und Kollegen intensiv. Das stärkt nicht nur die fachliche, sondern auch die emotionale Kompetenz unserer Mitarbeitenden.“
Der Bezug zu den ihnen anvertrauten Menschen in der Einrichtung sei unterschiedlich ausgeprägt, erklärt Klaus Schaefer. „Wir schauen genau hin, wo wir vermehrt unterstützen müssen, weil sich vielleicht eine engere Bindung zu einer Bewohnerin oder einem Bewohner entwickelt hat.“ Er freue sich sehr, dass Selina Mayer sich für die Altenpflege und das Seniorenzentrum Schlitzerland entschieden habe. Er sehe es als Wertschätzung für das Team, sei aber auch ein bisschen stolz darauf, dass das Haus als Arbeitgeber geschätzt werde.
„Altenpflege ist durch die generalistische Ausbildung benachteiligt, umso größer ist natürlich die Freude, wenn sich Nachwuchskräfte bewusst für eine Tätigkeit in Pflegeeinrichtungen entscheiden“, sagt der Einrichtungsleiter. Das Fachkräfteproblem in Deutschland sei ja hinlänglich bekannt, daher seien Senioreneinrichtungen gefordert, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Rahmenbedingungen für ihre anspruchsvolle Tätigkeit zu bieten. Angebote wie fachliche Weiterbildungen und sogar die Möglichkeit, zusätzlich ein Pflegestudium anzuhängen, stellten gerade für junge Menschen einen wichtigen Bestandteil in der Ausrichtung ihrer Karriere dar.
