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No hands statt shake hands



Krankenhaus Eichhof beteiligt sich an Aktionstag zur Aufklärung über die Vermeidung von Krankenhauskeimen.

Fünf Finger - Mit diesem Symbol machen (von rechts) Ärztlicher Direktor Dr. Rüdiger Hilfenhaus, Vorsitzender der Hygienekommission Dr. Dr. Christoph Herda, Hygienebeauftragter Ingo Schreier und Hygienefachkraft Dagmar Nigge auf Händehygiene aufmerksam.
Fünf Finger - Mit diesem Symbol machen (von rechts) Ärztlicher Direktor Dr. Rüdiger Hilfenhaus, Vorsitzender der Hygienekommission Dr. Dr. Christoph Herda, Hygienebeauftragter Ingo Schreier und Hygienefachkraft Dagmar Nigge auf Händehygiene aufmerksam.

Die „Aktion Saubere Hände“ nutzt den jährlich am 5.5. stattfindenden internationalen Tag der Händehygiene der World Health Organisation (WHO), um das Thema Hygiene in Krankenhäusern, Gesundheitseinrichtungen und Seniorenheimen wiederkehrend in das Bewusstsein zu bringen. Das Krankenhaus Eichhof in Lauterbach beteiligt sich an dem Aktionstag, dessen Datum ein Symbol für die fünf Finger einer Hand darstellt. In diesem Jahr stand das Thema „Antibiotikaresistenzen“ im Mittelpunkt.

Mit einem Informationsstand und Aktionen im Foyer machten die Verantwortlichen am Eichhof die Mitarbeiter, Patienten, Besucher und Gäste des Hauses auf die Bedeutung der Hände als größte Überträger von Krankheitserregern aufmerksam. Seit 2008 nutzt das Lauterbacher Krankenhaus den Aktionstag, um für die großflächig angelegte Händedesinfektion zu werben. Diese Maßnahme zählt zu den effektivsten Einzelmaßnahmen in der Prävention sogenannter nosokomialer - im Krankenhaus erworbener - Infektionen.

„Die Hygiene ist seit Jahren eines der wichtigsten Themen in unserem Haus. Wir investieren kontinuierlich in diesem Bereich. Händedesinfektion, Handschuhe, entsprechende Berufsbekleidung aber auch bauliche Veränderungen bringen eine deutliche Verbesserung des Hygienestandards. So investierte das Krankenhaus Eichhof in eine komplett neue Sterilisationsabteilung mit modernen Sterilisationsgeräten, welche erst vor kurzem in Betrieb genommen wurde. Durch sauberes Operationsbesteck wird größtmögliche Sicherheit für den Patienten bei Operationen gewährleistet“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Rüdiger Hilfenhaus.

„Wichtig ist, Patienten, Angehörige und Besucher für das Thema zu sensibilisieren und klar zu machen, dass Händehygiene alternativlos ist und in unserem Haus gerne auf die übliche Begrüßung mit Handschlag verzichtet werden darf.“ Es sei zwar Anstand und Höflichkeit, sich die Hand zu geben, doch für die Keimübertragung gebe es kaum einen schnelleren Weg, bestätigt auch Hygienefachkraft Dagmar Nigge. Sie plädiert für „no hands“ statt „shake hands“. Sie ermittelt u. a. den Bedarf an Hygiene- und Desinfektionsmitteln am Eichhof. Die Auswertung dazu wird jedes Jahr an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Beim Verbrauch liege das Eichhof über dem Bundesdurchschnitt, welches ein Beleg für den hohen Hygienestandard im Krankenhaus Eichhof ist, weiß Dagmar Nigge.

Für die effektive Bekämpfung von Krankenhauskeimen ist die Hygienekommission des Krankenhauses Eichhof zuständig. Mitglieder der Hygienekommission sind neben  beauftragten Ärzten auch Vertreter jeder Abteilung bzw. Einrichtung der Eichhof-Stiftung Lauterbach. Zusätzlich gehören zwei Vertreter des Gesundheitsamtes der Kommission an.

„Wir treffen uns regelmäßig und natürlich kurzfristig bei Bedarf“, erklärt der Vorsitzende der Hygienekommission Dr. Dr. Christoph Herda, der nach Bekunden des Ärztlichen Direktors Dr. Hilfenhaus wesentlich Anteil am Auf- und Ausbau der Hygienestandards am Krankenhaus Eichhof hat. Neben den für das Personal festgelegten Hygienevorschriften beurteilt die Kommission auch Fallstatistiken und gibt Empfehlungen für Verbesserungen. Zusätzlich beraten wird das Krankenhaus Eichhof von einem unabhängigen Hygieneinstitut in Gießen, so der Kommissionsvorsitzende.

Seit Anfang des Jahres wird bei jedem Patienten, der im Krankenhaus Eichhof stationär oder ambulant behandelt bzw. operiert wird, ein Abstrich auf multiresistente Keime vor Behandlungsbeginn genommen. Somit kann eine Infektion bzw. Keimverschleppung vermieden werden. Dieses Vorgehen liegt über dem geforderten Hygienestandard des Robert-Koch-Instituts. Für das Krankenhaus Eichhof bedeutet dies Mehrkosten von ca. 10.000 EUR pro Jahr, die für die Sicherheit des Patienten gut investiert sind. Hiermit nimmt das Krankenhaus Eichhof eine Vorreiterrolle bezüglich Hygiene- und Patientensicherheit ein,  hebt Dr. Hilfenhaus hervor.

 

Eichhof-Stiftung Lauterbach

28.05.2017