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Zum Jubiläum ein kürzerer Name für den Förderverein
Seit zehn Jahren Unterstützung für psychiatrische Einrichtungen im Vogelsbergkreis - Eine Lobby für seelisch Kranke.

Vor zehn Jahren wurde in Lauterbach ein Förderverein gegründet, der das Ziel hat, die psychiatrischen Einrichtungen der Stiftung Heilanstalt für Kranke in Lauterbach zu unterstützen: die Psychiatrische Abteilung des Medizinischen Zentrums Eichhofs und die Vogelsberger Lebensräume. "Wir haben in den zehn Jahren viel erreicht, aber unsere Arbeit ist heute mindestens so notwendig wie 2001", bilanziert Baronin Ulrike Riedesel, Vorsitzende des Fördervereins Psychiatrie Vogelsbergkreis.
Zum Jubiläum hat die Mitgliederversammlung dem Förderverein einen kürzeren, klareren und prägnanteren Namen gegeben: Aus dem "Verein zur Förderung der Psychiatrischen Einrichtungen der Stiftung Heilanstalt für Kranke in Lauterbach e. V." wurde der "Förderverein Psychiatrie Vogelsberg e. V.".
Psychisch kranke Menschen brauchen eine Stimme, die auf ihre Probleme aufmerksam macht. Die immer noch herrschende Tabuisierung seelischer Erkrankungen muss aufgebrochen werden. Diese Gedanken standen am Anfang der Gründung des Fördervereins im Januar 2001. Im März 2001 wurde die Satzung des Vereins beim Amtsgericht Lauterbach eingetragen.
Als die seelisch Kranken im Kreis eine Lobby bekamen, war die fachmedizinische psychiatrische Versorgung im Kreis noch jung. Die Psychiatrische Abteilung im Medizinischen Zentrum Eichhof war 1977 gegründet worden. Seit 1985 ist sie für die stationäre und teilstationäre Behandlung erwachsener psychisch kranker Menschen im Vogelsbergkreis zuständig. Die 1992 entstandenen Vogelsberger Lebensräume, ebenfalls eine Einrichtung der Stiftung Heilanstalt für Kranke, sind zuständig für die außerklinische und ergänzende psychiatrische Versorgung im Kreis. In einem Verbund vielfältiger Einrichtungen machen die Lebensräume ein Angebot, das psychisch kranke Menschen in ihrer alltäglichen Lebensgestaltung unterstützt - dort, wo sie zuhause sind und ihre persönlichen Bindungen haben.
"Beide Einrichtungen brauchen eine Lobby - auch heute noch", sagt die Baronin.
"Viele Dinge, die das Gesundheitssystem nicht mehr bezahlt, übernehmen wir.
Unser wichtigstes Ziel ist es, den Kranken eine Teilhabe am Alltag zu ermöglichen. Wir finanzieren Aktivitäten und Anschaffungen, die ohne Hilfe nicht möglich wären."
Zu den Ausgaben der vergangenen Jahre gehören Malkurse, der Kauf von Ergometern, Zuschüsse für Freizeiten oder die Organisation von Badminton-Turnieren. "Schon mit kleinen Mitteln können wir den Betroffenen oft eine ganz andere Perspektive bieten. Die Menschen sind sehr dankbar.
Unsere Arbeit lohnt sich wirklich", sagt Ulrike Riedesel. Dankbar ist sie dafür, dass der Verein bei großen Ausgaben von heimischen Stiftungen wie der Annette-Hellwig-, der Manteuffel- und der Wilhelm-Stabernack-Stiftung, großzügig unterstützt wurde. Das Wissen, dass auch gesunde Menschen nicht davor gefeit sind, einmal seelisch zu erkranken, sei für viele Mitglieder Anlass, sich zu engagieren, berichtet die Vorsitzende.
Im Jubiläumsjahr stehen die Vorsitzende Baronin Ulrike Riedesel, ihr Vertreter Matthias Molitor, Kassenwartin Ilse Märker, Schriftführer Dr. Christof Erdmann sowie die Beisitzer Dr. Dr. Christoph Herda, Chefarzt der Psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses, und Harry Bernardis, Leiter der Vogelsberger Lebensräume, an der Spitze des Vereins.
