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Unterstützung für die "Lebensräume"



Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) sind ein wichtiger Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen. Der Verwaltungsausschuss des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV) hat beschlossen, 2,18 Millionen Euro an die PSKB in Hessen zu zahlen. "Die Zahl der Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen steigt stetig. Deshalb wollen und müssen wir die Arbeit der PSKB auch in finanziell schwierigen Zeiten sichern", betont LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann.

Im Vogelsbergkreis unterhält die Stiftung Heilanstalt für Kranke die "Vogelsberger Lebensräume", eine Beratungsstelle in Lauterbach, deren Arbeit der LWV mit 38 308 Euro unterstützt. Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind so genannte niedrigschwellige Angebote für Menschen mit einer seelischen Behinderung und deren Angehörige. Sie bieten Männern und Frauen, die aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung dauerhaft oder vorübergehend Unterstützung zur Lebensbewältigung brauchen, Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Mitarbeitern. Den Betroffenen werden weiterführende Hilfestellungen vermittelt oder sie werden nach der Entlassung aus einer stationären Behandlung unterstützt.

Die PSKB sind auch Begegnungsstätten, die ermöglichen, den Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen.

Die PSKB sind in der Regel Teil Psychosozialer Zentren, einem Verbundsystem aus Tagesstätten, Betreutem Wohnen und Werkstattangeboten. Sie werden durch Träger der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunaler Trägerschaft betrieben. Der LWV übernimmt knapp 30 Prozent der Kosten. Die Höhe der Förderung bemisst sich nach der Einwohnerzahl im Einzugsgebiet.

Lauterbacher Anzeiger (red)

23.09.2011