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Tausend künstliche Gelenke am Eichhof



Chefarzt der Unfallchirurgie Dr. Jürgen Ludwig erlebt Zustrom von Patienten aus gesamter Region.

Jeder Einsatz künstlicher Gelenke wird genau geplant, erklären (von links) Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig, Dr. Matthias Pleser, Leitender Arzt Orthopädische Chirurgie, und Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann.
Jeder Einsatz künstlicher Gelenke wird genau geplant, erklären (von links) Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig, Dr. Matthias Pleser, Leitender Arzt Orthopädische Chirurgie, und Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann.

„Ohne Schmerzen ist das Leben wunderbar", sagte Willi Stock (81) aus Lauterbach-Frischborn Mitte 2007 strahlend. Der frühere Arbeiter bei Stabernack war der 50. Patient, der im Medizinischen Zentrum Eichhof in Lauterbach einen Kniegelenkersatz erhielt. Inzwischen wurden binnen vier Jahre in der unfallchirurgisch-orthopädischen Abteilung von Chefarzt Dr. Jürgen Ludwig (51) 1.000 künstliche Gelenke eingesetzt.

„Darauf sind wir sehr stolz, denn Krankenhäuser unserer Größe haben nur selten so viele erfolgreiche Endoprothesen-Operationen“, sagt Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann. Ludwigs Spektrum reicht von verschiedenen Hüftgelenkprothesen, Kniegelenkersatzprothesen, Schlittenprothesen, die Teile des Kniegelenks ersetzen, bis zu Schulterprothesen. Dazu kommen die häufiger werdenden Wechseloperationen. Eingesetzt werden ausschließlich technisch erprobte Prothesenmodelle, die ihre Standfestigkeit in Studien bewiesen haben. „Experimentalchirurgie betreiben wir nicht“, betont der Chefarzt.

Dr. Ludwig hat in den vergangenen vier Jahren 429 künstliche Kniegelenke, 412 künstliche Hüften und - medizinisch ganz besonders schwierige - 29 Schulterprothesen eingesetzt. Hinzu kommen 66 Schlittenprothesen (also Teil-Kniegelenkprothesen) sowie 38 gewechselte Hüftprothesen und 26 gewechselte Knieprothesen. Trotz der hohen Zahl werde jeder Patient mit auf ihn zugeschnittenen Verfahren individuell operiert und betreut, sagt Dr. Ludwig. Die Operationen werden am Computer vorher genau geplant. Bevor Dr. Ludwig ans Eichhof-Krankenhaus kam, wurden lediglich künstliche Hüftgelenke eingesetzt.

Die hohe Zahl an Operationen erklärt Erdmann damit, dass das Krankenhaus seinen Radius stark vergrößert habe und dass der Einsatz künstlicher Gelenke generell immer häufiger werde - wegen des medizinischen Fortschritts, der wachsenden Zahl älterer Patienten und des Wunsches der Patienten, auch im Alter noch mobil zu bleiben.

Die Patienten profitieren von den modernen schonenden Operationsmethoden, die Dr. Ludwig und sein Team anwenden. So kann bei Hüft- und Knieprothesen meist bereits eine Woche nach der Operation die stationäre oder ambulante Rehabilitation begonnen werden. Die Abteilung ist stolz auf die niedrige Komplikationsrate bei ihren Operationen.

Zu seinem Facharztteam konnte der Chefarzt den erfahrenen Unfallchirurgen und Orthopäden Dr. Matthias Pleser (47) aus Künzell ins Boot holen. „Jetzt habe ich Gelegenheit, mich wieder mehr meinem früheren Spezialgebiet, der Schulterchirurgie zu widmen“, erklärt Ludwig. Hierzu zählen alle Arten der arthoskopischen Operationen mit Stabilisierungen nach ausgekugelter Schulter oder Reparatur der sogenannten Rotatorenmanschette, aber auch offene Schulteroperation. Der Schultergelenkersatz gewann in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung. Diese Sektion will Dr. Ludwig ebenfalls weiter ausbauen. „Wir werden auch in den nächsten Jahren hohen Standard und Qualität der Behandlung bieten“, verspricht Dr. Ludwig.

Medizinisches Zentrum Eichhof

05.04.2011