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Nach dem Umzug kommt das Trainieren neuer Strukturen
Patienten loben neue Zimmer im Eichhof-Krankenhaus - In Zukunft flexiblere Pflege mit mehr Patientennähe


Der Umzug der Fachabteilungen in den Neubau des Medizinischen Zentrums Eichhof ist dank engagierter Mitarbeiter und geduldiger Patienten "erfreulich reibungslos", wie es Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann formuliert, abgeschlossen worden. In der zu Ende gehenden Woche ist der 32 Millionen Euro teure Bau damit komplett in Betrieb gegangen.
Monatelang hatten Pflegekräfte, Ärzte und Verwaltung den Umzug geplant. Die detaillierte Vorbereitung hat sich ausgezahlt: Bei der Verlegung der Abteilung - Zimmer für Zimmer - folgten die Mitarbeiter einem Umzugsplan. Größere Probleme gab es dabei nicht.
Die Operationssäle haben am Montag planmäßig die Arbeit aufgenommen. Die Intensivstation und die Notaufnahme folgten am Mittwoch. Am Mittwochmorgen schloss der alte Haupteingang, dafür übernahm die neue Zentrale ihre Arbeit. Die Zufahrt zum Krankenhaus erfolgt für Krankenwagen nun nicht mehr über die Ritsch, sondern über die Dirlammer Straße und die Eichhofstraße. Der Nachtzugang erfolgt jetzt nur noch über die neue Notaufnahme neben der neuen Liegendeinfahrt.
Am Donnerstag zogen die Bettenstationen der Chirurgie und die Röntgenabteilung in den Neubau um, am Freitag folgten die Urologie und die Gynäkologie. "Von den Patienten gab es viel Lob für die größeren und helleren Zimmer. Wir müssen uns alle noch in die neuen Räume einfinden, aber der Start ist gelungen", sagte Pflegedienstleiterin Ingeborg Schaub-Eiffert. Den beteiligten Mitarbeitern, die am Donnerstag und Freitag bei schwüler Hitze mit den Patienten umzogen, machte sie ein großes Kompliment: "Es haben sich alle richtig reingehängt", lobte sie. Dass hier mal das Papier für den Drucker fehlte und dort ein Blutdruckmessgerät gesucht wurde - es waren alles nur kleine Problemchen, die schnell behoben wurden.
Am nächsten Montag nimmt die Zentrale Aufnahme im Erdgeschoss den Betrieb auf. Die Aufnahme aller einbestellten Patienten (bisher auf den Stationen oder in den Ambulanzen) erfolgt dann über die Zentrale Aufnahme.
Organisiert werden muss jetzt noch ein neues Transportkonzept, denn die Geriatrie und die Innere Medizin liegen durch den Bezug des Neubaus von den anderen Abteilungen weit entfernt. Eine Schwester, die etwa von der Geriatrie in den Neubau will, muss jetzt das ganze, leer stehende Bettenhaus durchqueren.
Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann will den Umzug nutzen, um organisatorische Änderungen umzusetzen, die ohnehin angestanden hätten, um das Haus zukunftsfähig zu halten. "Wir müssen im Neubau ohnedies einiges anders organisieren. Da wollen wir den Schwung des Umzugs nutzen, um die neuen Strukturen einzuführen", erläutert er.
Zu den Neuerungen gehört die bereichsübergreifende Pflege, bei der sich die Zimmer mit Patienten etwa der Urologie und der Chirurgie auf einem Gang befinden. Bisher lagen die Patienten unterschiedlicher medizinischer Abteilungen in voneinander getrennten Bereichen. "Das zu überwinden ist nicht einfach, aber notwendig", sagt Schaub-Eiffert.
Neu organisiert werden soll auch die Arbeit auf den Stationen. Die Pfleger und Schwestern sollen durch Servicekräfte von einfachen Tätigkeiten wie dem Essen bringen entlastet werden. Dafür sollen Schwestern und Pfleger nach Einweisung einfache medizinische Tätigkeiten wie Blutentnahmen übernehmen und damit die Ärzte entlasten. "Damit kann sich jede Mitarbeitergruppe auf die Tätigkeit konzentrieren, die ihrer hohen Ausbildung entspricht. Das bedeutet mehr medizinische Kompetenz und mehr Nähe für den Patienten", ist Erdmann überzeugt. Mit dem Bezug der neuen Intensivstation wurde auch sichergestellt, dass dort jetzt rund um die Uhr ein Arzt im Einsatz ist. Bisher waren kurze Abwesenheiten möglich.
