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Kompetente Hilfe für Senioren im Alltag



Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Lauterbach haben Zusatzqualifikation erworben.

Stolz auf die erworbene zusätzliche Qualifikation (von links): Elisabeth Poppe, Birgit Fassl, Leiterin Hanne Steuernagel, Andrea Kumpf und Susanne Nuhn.
Stolz auf die erworbene zusätzliche Qualifikation (von links): Elisabeth Poppe, Birgit Fassl, Leiterin Hanne Steuernagel, Andrea Kumpf und Susanne Nuhn.

Immer mehr Menschen sind im Alter körperlich gesund, aber können ihren Alltag allein nur noch schwer meistern. Um diese Senioren in der Gestaltung ihres persönlichen Lebensraums besser unterstützen zu können, haben Alltagsbegleiter der Diakoniestation Lauterbach eine Zusatzqualifikation erworben.

266 Stunden Theorie an der Altenpflegeschule in Alsfeld und 234 Stunden Praktikum mussten Birgit Fassl (41), Andra Kumpf (27), Susanne Nuhn (44) und Elisabeth Poppe (50) absolvieren, ehe sie die Urkunde als geprüfte Alltagsbegleiterinnen erhielten. Kommunikation und Biografiearbeit, Alltags- und Freizeitgestaltung, Umgang mit demenziell erkrankten Menschen, Ernährung und Pflege waren einige der Theoriemodule, mit denen sich die Teilnehmerinnen beschäftigten.

„Vier Mitarbeiterinnen der Diakoniestation haben den Kurs absolviert, vier weitere Begleiterinnen werden dies bis Jahresende tun, sodass dann alle Alltagsbegleiterinnen zusätzlich qualifiziert sind“, sagte Leiterin Hanne Steuernagel. Ziel der Alltagsbegleitung ist es, die Kompetenzen der alten Menschen zu erhalten und zu fördern. Im Vordergrund steht nicht die Pflege, sondern die sinnvolle Beschäftigung und Unterstützung in Alltagsbelangen.

Auch ohne Anspruch auf reguläre Leistungen der Pflegeversicherung („Pflegestufe null“), können Senioren von der Pflegekasse für Betreuungsleistungen im Monat 100 Euro als Grundbetrag oder 200 Euro als erhöhten Betrag erhalten. Voraussetzung ist, dass der Medizinische Dienst festgestellt hat, dass die Person in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ist, wenn sie also beispielsweise ihren Tag- /Nachtrhythmus verloren haben, das Gedächtnis so gestört ist, dass sie Alltagsleistungen nicht mehr vollbringen können oder sie den Tagesablauf nicht mehr planen und strukturieren können.

Die Diakoniestation beschäftigt 80 Mitarbeiterinnen, davon acht in der Betreuung. Diese sind in Lauterbach, Schlitz, Wartenberg und Schwalmtal tätig. Träger ist die Stiftung Heilanstalt für Kranke, zu der auch das Medizinische Zentrum Eichhof gehört.
Weitere Auskünfte über die Alltagspflege erteilt die Diakoniestation in Lauterbach unter Telefon 06641 82-377 in Lauterbach und unter 06642 88-111 in Schlitz.

Medizinisches Zentrum Eichhof

24.06.2010