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Chirurgen loben hochmoderne Ausstattung der Operationssäle im Neubau des Eichhof-Krankenhauses



Die Chirurgen des Medizinischen Zentrums Eichhof sind überaus zufrieden mit der technischen Ausstattung der Operationssäle. "Wir verfügen über eines der modernsten Equipments bundesweit und können somit auch hier in Lauterbach innovative OP-Techniken anwenden. Besonders gelohnt haben sich die für minimalinvasive Eingriffe notwendigen Anschaffungen neuester Videotechniken mit einem Investitionsvolumen von 250.000 Euro", sagt Dr. Rüdiger Hilfenhaus, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Stolz auf die neue Operationstechnik (von links): Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann, Chefarzt Dr. Rüdiger Hilfenhaus, Pflegedienstleitung Irmgard Raasch und OP-Pfleger Kai Aschenbrenner.
Stolz auf die neue Operationstechnik (von links): Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann, Chefarzt Dr. Rüdiger Hilfenhaus, Pflegedienstleitung Irmgard Raasch und OP-Pfleger Kai Aschenbrenner.

Während der langen Planungen für den Neubau, der im Sommer bezogen wurde, hatten sich die Lauterbacher Chirurgen in modernen Großkrankenhäusern sowie auf Fachmessen über aktuelle Entwicklungen der Technik informiert. "Wir haben uns überall umgesehen und für alle an unserem Krankenhaus operativ tätigen Fachdisziplinen modernste Operationssäle zusammengestellt. Eine Ausstattung in dieser Form lässt sich nur in wenigen ausgesuchten Kliniken Deutschlands wiederfinden", erklärt Hilfenhaus.

Der Operationssaal für minimalinvasive Eingriffe im Bauchraum (Schlüssellochchirurgie) ist mit hochmoderner Videotechnik ausgestattet. Im OP hängen vier große Monitore, auf denen problemlos die Bilder der Bauchkamera, Computertomografie- und Röntgenbilder sowie die Bilder der Raumkamera gesehen werden können. Die Kameras, mit denen die OP aufgezeichnet werden kann, arbeiten im HD-Standard. Zur Schulung oder um den Rat weiterer Experten einzuholen, kann jeder Eingriff mit Zustimmung des Patienten in einen Konferenzraum übertragen werden. Mit einem sterilen Touchscreen kann der Chirurg während der Operation die Video- und Lichttechnik sowie den Operationstisch steuern. "Das bringt Übersicht und damit mehr Ruhe während der Operation", erläutert der Chirurg.

Zu den weiteren Neuheiten gehört eine besondere Beleuchtungstechnik, die keine Schatten mehr wirft. "Egal, wo meine Hand gerade ist - der Raum darunter ist stets ausgeleuchtet", sagt Hilfenhaus.

Die neue Ausstattung des OPs verkürzt die Zeit der technischen Vorbereitung bis zum Einsatz der Schlüssellochtechnik von bisher 30 auf nun 10 Minuten. "Weil die Technik schneller und besser ist, operieren wir mehr minimalinvasiv als früher: gut- und bösartige Erkrankungen des Darmes ebenso wie Eingriffe an Galle, Leber und Blinddarm oder die Operation von Leisten- und Bauchwandbrüchen", erklärt der Chefarzt. Zum neuen Operationsinstrumentarium gehört eine Ultraschallschere, die bei einem minimalinvasiven Eingriff im Bauchinneren schneidet, Gewebe durchtrennt und Blutstillungen vornehmen kann. Der Operationssaal wird über spezielle Luftfilter klimatisiert, die nur keimarme Luft in den Raum lassen. Im Saal herrscht stets ein leichter Überdruck, sodass über die Raumluft keine Keime in den OP gelangen können.

"Die hochmoderne Technik ist kein Selbstzweck", betont Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann. Die Technik stehe im Dienste des Patienten, weil sie Eingriffe schonender und sicherer mache.

Medizinisches Zentrum Eichhof

07.12.2010