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Bekenntnis zur hochmodernen Medizinversorgung der Region
32 Millionen teurer Neubau des Medizinischen Zentrums Eichhof ist eine der größten öffentlichen Investitionen im Kreis




Eine der größten öffentlichen Baumaßnahmen im Vogelsbergkreis seit Jahrzehnten sorgt dafür, dass Patienten in der Region auf dem modernsten Stand versorgt werden können. Für 32 Millionen Euro entstand am Medizinischen Zentrum Eichhof ein hochmoderner Neubau. Dieses Gebäude wird am nächsten Freitag eingeweiht.
„Die gewaltige Investition zeigt, dass das Medizinische Zentrum Eichhof seine Patienten weiterhin auf modernsten Niveau behandeln will“, sagt Hans-Jürgen Schäfer, der Vorstandsvorsitzende des Krankenhaus-Trägers, Stiftung Heilanstalt für Kranke. Zugleich sei der Landeszuschuss von 30 Millionen Euro ein Bekenntnis der Verantwortlichen in Wiesbaden, den medizinischen Standort Lauterbach langfristig zu sichern und für die Bevölkerung ein Optimum an medizinischer Versorgung sicherzustellen. „Der Zuschuss war und ist in Zeit knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit“, betont Schäfer.
Die ersten Pläne, die einen Neubau vorsahen und vom Hessischen Sozialministerium genehmigt wurden, stammen aus dem Jahr 2003. Im September 2005 wurde mit dem Abbruch der Verwaltung und des Schwesternwohnheims sowie der ehemaligen Diakoniestation begonnen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Im April 2006 begann die eigentliche Baumaßnahme. Bauhandwerker aus der gesamten Region waren an dem Bau beteiligt. „Mit der handwerklichen Qualität sind wir sehr zufrieden“, lobt Schäfer.
Die Nutzungen innerhalb der neuen Krankenhausanlage sind in übereinander geschichteter Form angesiedelt. Die unteren drei Geschosse beinhalten vor allem die Ver- und Entsorgungsbereiche; im Neubau der neue Wirtschaftshof mit Anlieferung, die Personalumkleiden und die Zentralküche, im Altbau nach der geplanten Erneuerung das Zentrallager, die Apotheke, das Labor und die Physiotherapie.
Darüber liegen auf der neuen Haupteingangsebene sämtliche Bereiche der Diagnostik, die Pforte, die Patientenaufnahme, die Radiologie, die Zentrale Notaufnahme und die Vorfahrt für Liegendkranke. Im Altbau werden sich auf der Erdgeschossebene nach der Umstrukturierung die Endoskopie, die Funktionsdiagnostik, die urologischen und gynäkologischen Belegarztpraxen befinden.
„Diese Struktur erlaubt es uns, die Behandlungsabläufe im Sinne der Patienten noch effektiver und schneller zu gestalten“, erläutert Schäfer. Gerade für Notfallpatienten sei es wichtig, sie ohne Geschosswechsel schnellstmöglich versorgen zu können.
In den zwei Geschossen darüber befinden sich die Pflegestationen, in denen fachübergreifende Bereichspflege eingerichtet werden wird. Kleine Pflegegruppen
von elf bis zwölf Patienten sollen dafür sorgen, dass die Schwestern und Pfleger ihre Patienten besonders gut versorgen können.
Im obersten Geschoss befinden sich im Neubau die vier hochmodernen Operationssäle, der Aufwachraum sowie die Intensivstation und die Intermediate-Care, dem Bindeglied zwischen der eigentlichen Intensivstation und der Normalstation.
Am Sonntag kann die Öffentlichkeit den Neubau besichtigen. Der Umzug der Abteilungen in das neue Gebäude erfolgt im Juni.
